Rübig: Solange Windräder und Autos nicht aus Papier sind brauchen wir Stahlindustrie

Utl.: ÖVP stimmt für "Aktionsplan zur Förderung der Stahlindustrie in Europa"

Straßburg, 04. Februar 2014 (ÖVP-PD) "Wir müssen mehr tun, um die Stahlindustrie in Europa zu halten. Wenn die Stahlproduktion aus der EU abwandert, schadet dies der Umwelt, verlieren wir Arbeitsplätze und machen den Rest der Industrie abhängig von außereuropäischen Ländern", so der Industriesprecher der ÖVP, Paul Rübig, heute im Europäischen Parlament in Straßburg. Die ÖVP hat heute für den "Aktionsplan zur Förderung der Stahlindustrie in Europa" gestimmt. "Solange unsere Windräder und Autos noch nicht aus Papier gebaut werden brauchen wir Stahlindustrie in Österreich. Jede Tonne Stahl, die nicht mehr in der EU, sondern außerhalb produziert wird, richtet massiven Schaden in Österreich an", so der ÖVP-Europaabgeordnete.

"Bis zu 40.000 Arbeitsplätze sind im europäischen Stahlsektor in den letzten Jahren verloren gegangen", erklärt Rübig. Gerade die in Österreich so wichtige Automobil- und Bauindustrie sowie Umwelttechnologien seien auf Stahlproduktion angewiesen. "Europäische Umweltpolitik, die auf dem Industrieauge blind ist, verstärkt die Klimaerwärmung, weil Stahlproduktion außerhalb Europas mit veralteter Technik viel mehr Treibhausgase erzeugt als Stahlproduktion in Europa", so der EU-Abgeordnete. Stahl werde in Europa nach den weltweit höchsten und besten Technik-, Arbeits- und Umweltstandards hergestellt. Deshalb fordert Rübig zusätzlich zu den Klimazielen der EU ein "Industrieziel". "Genauso wie wir CO2 reduzieren und erneuerbare Energie ausbauen müssen, müssen wir eine 20-prozentige Industriequote in der EU erreichen", so der ÖVP-Politiker.

Die Stahlerzeugung in der EU hat einen Anteil von 11 Prozent an der globalen Produktion und beschäftigt 360.000 Menschen an 500 Produktionsstandorten. In dem Aktionsplan für die Stahlindustrie, dem das EU-Parlament zugestimmt hat, fordern die Abgeordneten nicht nur eine ausgewogene Klima- und Umweltpolitik, sondern auch Innovationsförderungen, Erleichterungen für den Zugang zu ausländischen Märkten und gezielte Maßnahmen zur Förderung der Beschäftigung in der Stahlindustrie. "Energie-, Lohn- und Stückkosten werden immer höher und die außereuropäische Konkurrenz härter. Deshalb brauchen wir jetzt Maßnahmen", so Rübig.

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