Rübig kritisiert Handy-Anbieter: "Blockieren im Ausland ist unfair"

EU-Roaming-Experte stellt weitere Telekom-Regulierung in Aussicht: "Konsumenten sollen sich EU-weit bestes Angebot aussuchen können"

Straßburg, 6. April 2017 (ÖVP-PD) Kritik an manchen Telekomanbietern übt Paul Rübig, der EU-Politiker, der die Senkung der Roaming-Gebühren in Europa in den vergangenen 10 Jahren wesentlich mitgestaltet hat.
"Abschalten und blockieren im Ausland ist unfair. So verliert man Kunden und Umsatz", betonte Rübig, Telekomsprecher der ÖVP im EU-Parlament, heute in Straßburg.

"Nicht alle Telekomkonzerne wollen Wettbewerb. Die Tarife, die manche nun nach dem Abschaffen der Roaminggebühren anbieten wollen, sind nicht zukunftsfähig. Wenn manche Anbieter das Prinzip der Bewegungsfreiheit der Bürger und des EU-Binnenmarktes derart konterkarieren, dann müssen wir in der EU eine weitere gesetzliche Regelung planen, um das Angebot zu verbessern", so der Europaabgeordnete. Heute beschloss das EU-Parlament die bereits vor einigen Wochen akkordierte massive Senkung der Großhandelslimits von Roaming-Minuten und Roaming-Megabytes.

Hintergrund der Kritik Rübigs sind Ankündigungen mancher Telekomanbieter, wegen der Senkung der Auslandgebühren Tarife auf den Markt zu bringen, bei denen Roaming gar nicht erst angeboten wird. "Das ist ein Förderprogramm für Wi-Fi-Anbieter und ein Hindernis für den Ausbau von Glasfaser, 5G-Technologie und für weitere Investitionen", so Rübig.

"Es ist unglaublich, wie die Telekomkonzerne - oft auch mit der Hilfe ihrer nationalen Telekomminister - immer neue Gründe finden, wirklichen Wettbewerb nicht zuzulassen. Ich werde dafür kämpfen, dass eines Tages die Konsumenten sich EU-weit das beste Angebot aussuchen können", so Rübig.
  
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