Rübig: Telefongespräche im Ausland werden ab September wieder billiger

 

Utl.: Beim grenzüberschreitenden Datenverkehr besteht absoluter Handlungsbedarf

Brüssel, 29. August 2008 (ÖVP-PD) Morgen, Samstag, werden die Gesprächsgebühren für Handy-Telefonate ins und aus dem Ausland gemäß der im letzten Jahr in Kraft getretnen EU-Verordnung von derzeit 49 Cent auf 46 Cent netto gesenkt. Inklusive Umsatzsteuer telefoniert man ab September mit seinem Handy im EU-Ausland um 55 Cent in der Minute, empfangene Anrufe dürfen ab dann nicht mehr als 26 Cent in der Minute kosten. "Das ist die zweite erfreuliche Preissenkung für alle, die innerhalb der EU reisen. Dieser EU-Erfolg macht sich unmittelbar in der Brieftasche bemerkbar – vor allem wenn man bedenkt, dass man vor Einführung der EU-weiten Preisobergrenzen zwei Euro und mehr pro Minute zu zahlen hatte", freut sich der ÖVP-Europaparlamentarier Dr. Paul Rübig, der als Chefverhandler des Europaparlaments diese Verordnung durchsetzen konnte. ****

Die mit 30. August in Kraft tretende Kostensenkung ist damit der zweite Schritt der europaweiten Vergünstigung für Handy-Konsumenten, Mitte 2009 kommt dann die dritte Phase, mit der Roamingkosten für aktive und passive Anrufe um weitere 4 Cent pro Minute gesenkt werden. "Auch aktuellste Untersuchungen zeigen, dass sich geäußerte Befürchtungen mancher Telekom-Betreiber vor einem Markteinbruch nicht bestätigt haben. Im Gegenteil: Der Markt blüht weiter, der Wettbewerb sorgt für eine Belebung des Geschäfts", so Rübig.

Absoluten Handlungsbedarf sieht Rübig aber weiterhin beim grenzüberschreitenden Datenroaming. "Kunden eines großen österreichischen Anbieters werden noch heute bis zu 14 Euro pro Megabyte in Rechnung gestellt. Bei solchen Preisen lässt schon der Versand einiger Urlaubsphotos die Handyrechnung explodieren. Gleichzeitig kennt sich kaum ein Nutzer noch im undurchsichtigen Dschungel von Tarifen, Partnernetzen und Downloadbeschränkungen aus. Das ist kein funktionierender europäischer Markt – hier braucht es eine starke Regulierungsbehörde, die sich um den grenzüberschreitenden Mobilfunk kümmert. Die Kompetenz der nationalen Regulierer allein reicht hier nicht aus", gibt Rübig zu bedenken.

Auch das Verschicken von MMS ist nicht in jedem Mitgliedsstaat möglich. "Ist ein Kunde im Ausland in einem Netz eingewählt, mit dem sein Anbieter kein entsprechendes Abkommen hat, wird ihm der MMS-Versand zwar in Rechnung gestellt, dem Empfänger zugestellt wird es allerdings nicht. Da haben wir noch einigen Regelungsbedarf - und das werden wir auf Basis des neuen Vorschlags von EU-Kommissarin Reding im Interesse der Verbraucher auch aktiv angehen."

Rückfragen: Dr. Paul Rübig MEP, Tel.: +32-2-284-5749 (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder

Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21 (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

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