Rübig: Kosten für Datenroaming müssen weiter runter!

Industrie reagiert auf Konsumentenwünsche - Kommission stellt Regulierungspläne vor

Brüssel, 1. Juli 2008 (ÖVP-PD) "Seit genau einem Jahr gilt die EU-Roamingverordnung und hat seitdem bis zu sechzig Prozent Einsparungen für die Bürgerinnen und Bürger beim Mobiltelefonieren im Ausland gebracht. Jetzt ist es Zeit für den nächsten Schritt: Eine ebenso deutliche Absenkung der Kosten für SMS und Datenroaming", forderte heute der Telekommunikationsexperte und ÖVP-Europaparlamentarier Dr. Paul Rübig. "Die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding wird in den nächsten Tagen ihre Vorstellungen dazu veröffentlichen. Der Druck der Europäischen Union, den Konsumenten bessere Preise auch bei SMS und Datenroaming zu ermöglichen, hat aber bereits zu Verbesserungen geführt. Viele Anbieter haben schon Angebotspakete für tage- oder monateweises Datenroaming eingeführt, die Industrie reagiert damit auf den Wunsch der Konsumenten. Der Telekom-Markt funktioniert gut", so Rübig. ****

Rübig war als Chefverhandler des Europäischen Parlaments gemeinsam mit Kommissarin Reding hauptverantwortlich für die Regulierung der Tarife für Sprachtelefonie im Ausland. Mit 30. August tritt die zweite Stufe der Verordnung in Kraft, die Roamingtarife werden damit automatisch auf maximal 0,46 Euro für aktive und 0,22 Euro für eingehende Handy-Gespräche gesenkt. "Beim Datenroaming sowie bei SMS gibt es aber noch Einiges zu tun. Paketangebote sind ein erster, wichtiger Schritt für viele Kunden. Ich bin aber überzeugt, dass hier noch mehr drin ist", sagte Rübig. "Die EU-Kommission hat die Telekom-Industrie bereits im Februar aufgefordert, ihre Roaming-Tarife in diesen beiden Bereichen freiwillig abzusenken und entsprechende Informationen über die Preisgestaltung und -entwicklung zu übermitteln. Die Frist dafür läuft morgen ab. Dann wird die Kommission entscheiden, ob im Interesse der Bürger weiterführende Regulierungsmaßnahmen notwendig sind."

Etliche Angebotspakete für Datenroaming bieten heute bereits Tarife, die im Schnitt unter 0,24 Euro pro Megabyte liegen. "Diese Tarife unterscheiden sich stark von den normalen Tarifen, die zwischen 5 und 10 Euro pro Megabyte liegen. Ein wesentliches Problem liegt aber auch in der Transparenz, denn viele Nutzer sind sich der Preise für das Datenroaming und der genutzten Datenmengen oftmals nicht bewusst. Häufig wissen sie nicht, was 1 Megabyte konkret bedeutet und sind geschockt, wenn sie die Rechnung bekommen. Daher sind die Nutzer extrem vorsichtig, was einer der Hauptgründe für die geringe Nutzung von Datenroaming-Diensten in der EU ist", so der oberösterreichische Europaparlamentarier. "Mit einem Megabyte kann man einerseits zwar ungefähr 200 E-Mails ohne Anhänge empfangen oder auch knapp weniger als eine Stunde im Internet surfen. Andererseits ist bei Download auch nur einer Minute Musik im MP3-Format das eine Megabyte schon dahin. Hier können Industrie und Kommission ansetzen, um neben noch günstigeren Preisen auch für mehr Information für die Konsumenten zu sorgen", sagte Rübig abschließend.

Rückfragen: Dr. Paul Rübig MEP, Tel.: +32-2-284-5749 (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Mag.

Philipp M. Schulmeister, EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21 (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

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